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Fallstudien

Die folgenden Fälle zeigen reale Situationen aus dem Flottenbetrieb: welchen Schaden manuelle Verwaltung, Manipulation oder fehlende Überwachung verursacht haben — und welches FleetControl-Modul das Problem wie gelöst hat.

Aufdeckung einer Tachomanipulation

Ausgangslage – Ein Langzeitvermieter vermutete, dass seine Mieter die Kilometerzähler der Fahrzeuge manipulierten. Die herkömmlichen staatlichen Register zeigten kein Problem an, da die Manipulation gleichmäßig und fortlaufend erfolgte – der Zählerstand stieg sauber, aber falsch.

Herausforderung – Moderne Tachomanipulation ist kein Zurückdrehen, sondern eine Änderung im Fahrzeugrechner: das Umprogrammieren der Radgröße oder des Impulsverhältnisses des ABS-Sensors. Damit kann der Zähler 30–70 % weniger anzeigen als die Realität, was keine herkömmliche Kontrolle aufdeckt.

Lösung – Das FleetControl-System misst die zurückgelegte Strecke GPS-basiert – unabhängig vom Kilometerstand. Das System führt laufend einen parallelen Kilometerzähler und meldet, wenn die Abweichung zwischen dem GPS-basierten Wert und dem Zählerstand das Toleranzband von 10 % überschreitet.

Ergebnis – Der Kunde konnte die betroffenen Fahrzeuge und Mieter eindeutig identifizieren. Der tatsächliche Verschleiß der zurückkehrenden Fahrzeuge wurde sichtbar, und die vertragliche Mehrlaufleistung konnte er dokumentiert eintreiben.

Hintereinander angeordnete Bildschirme des FleetControl-Dashboards

Mehrlaufleistung im Leasingvertrag, proaktives Eingreifen

Ausgangslage – Ein Langzeitvermieter stellte regelmäßig fest, dass die zurückkehrenden Fahrzeuge deutlich mehr Kilometer aufwiesen als das im Vertrag festgelegte Limit. Die Abweichung zeigte sich erst am Ende der Laufzeit.

Herausforderung – Gerät der Mieter zwischenzeitlich in ein Insolvenzverfahren, wird die Forderung aus der Mehrlaufleistung uneinbringlich. Ein nachträglicher Rechtsstreit ist teuer, langsam und im Ausgang ungewiss.

Lösung – Der Dienst Leasingvertragsverfolgung von FleetControl überwacht die Laufleistung zeitanteilig. Bei einem Vertrag über 20 000 km pro Jahr meldet das System am Ende des ersten Quartals, wenn das Fahrzeug bereits bei 6 300 km statt der zu erwartenden 5 000 km steht – und prognostiziert die zu erwartende jährliche Mehrlaufleistung.

Ergebnis – Der Kunde wurde zur Halbzeit benachrichtigt, konnte die Bedingungen noch in einem gutgläubigen Vertragsverhältnis anpassen und vermied den Streit am Ende der Laufzeit.

Laptop mit der FleetControl-Oberfläche

Verhinderung illegaler Grenzübertritte und von Versicherungsausschlüssen

Ausgangslage – Der Mieter eines Fuhrparkmanagement-Unternehmens setzte von Spanien mit der Fähre nach Marokko über und hatte dort mit dem Fahrzeug einen Unfall. Die Kaskoversicherung gilt ausschließlich im EWR, sodass der Schaden nicht geltend gemacht werden konnte.

Herausforderung – Der Vermieter wusste nicht, dass das Fahrzeug den EWR verlassen hatte. Der Vertrag untersagte die Nutzung außerhalb des EWR, doch nachträglich ließ sich dies weder nachweisen noch sanktionieren.

Lösung – Der Dienst Grenzübertrittsüberwachung von FleetControl meldet in Echtzeit, wenn ein Fahrzeug das festgelegte Gebiet verlässt – ob die Grenze des EWR, die Grenze eines bestimmten Landes oder ausdrücklich die Region Ukraine. Die Benachrichtigung erfolgt sofort und ermöglicht dem Vermieter ein umgehendes Eingreifen.

Ergebnis – Mit dem daraufhin eingeführten Überwachungsdienst erhält der Kunde bei jedem Grenzübertritt eine Benachrichtigung, kann den Mieter sofort anrufen und sich dokumentiert auf die Vertragsverletzung berufen – noch bevor ein Schaden entsteht.

Wiederbeschaffung eines gestohlenen Fahrzeugs – Aktivierung des OEM-Systems

Ausgangslage – Das Fahrzeug eines Kunden vom Typ Mercedes GLE 53 AMG wurde gestohlen. Die Diebe entfernten noch innerhalb Ungarns das FleetControl-Ortungsgerät aus dem Fahrzeug und setzten ihre Fahrt ins Ausland fort.

Herausforderung – Nach dem Entfernen des Hardware-Ortungsgeräts standen keine Echtzeitdaten zum Aufenthaltsort des Fahrzeugs zur Verfügung. Das behördliche Verfahren allein garantierte die Wiederbeschaffung des Fahrzeugs nicht.

Lösung – FleetControl kann als offizieller Telematikpartner von Mercedes auf das OEM-System (werkseitig verbaut) zugreifen. Nach einigen Formalitäten wurde das Werkssystem innerhalb einer Stunde aktiviert, das auch ohne Hardware-Ortungsgerät die genaue Position des Fahrzeugs anzeigte.

Ergebnis – Das Fahrzeug wurde am Rand einer bulgarischen Kleinstadt in einem Schuppen gefunden. Der Kunde konnte das Auto zurückerhalten.

Präzise Routenkontrolle in der Landwirtschaft

Ausgangslage – Ein Weingut bestellte das FleetControl-System vor allem zur Überwachung der Traktoren und Arbeitsmaschinen. Die Qualität der Spritzarbeiten wurde im Betrieb bis dahin ausschließlich durch persönliche Aufsicht kontrolliert.

Herausforderung – Ob vollständig gespritzt wurde, ließ sich nachträglich weder belegen noch widerlegen. Ließ ein Maschinenführer versehentlich eine Zeile oder eine ihrer Seiten aus, zeigte sich das erst, wenn Schäden an den Pflanzen auftraten.

Lösung – Die GPS-basierte Ortung von FleetControl erfasst die gesamte Route der Arbeitsmaschine so genau, dass sich feststellen lässt, ob der Traktor beide Seiten der Rebzeilen abgefahren hat.

Ergebnis – Der Kunde konnte nachträglich eine Rebzeile identifizieren, deren eine Seite der Traktor beim Spritzen versehentlich ausgelassen hatte.

Blauer landwirtschaftlicher Traktor

Versäumtes Serviceintervall und Garantieverlust

Ausgangslage – Ein Langzeitvermieter nahm von einem Mieter, der in ein Insolvenzverfahren geriet, mehrere Fahrzeuge zurück. Bei den Kilometerständen gab es keine Unregelmäßigkeiten, doch der technische Zustand eines Fahrzeugs wirkte verdächtig.

Herausforderung – Nach Angaben des Mieters waren die Fahrzeuge regelmäßig gewartet worden. Die Prüfung ergab jedoch, dass das Auto das vom Hersteller vorgeschriebene Serviceintervall um 10 000 km überschritten hatte. Bei den meisten Herstellern führt bereits eine Überschreitung um 1 km oder 1 Tag zum sofortigen, rückwirkenden Verlust der Garantie.

Lösung – Das Telematiksystem von FleetControl liest die Serviceintervalldaten aus und protokolliert sie laufend. Wurde das Fahrzeug tatsächlich in die Werkstatt gebracht und der Intervallzähler zurückgesetzt, ist das im System sofort sichtbar.

Ergebnis – Der Kunde konnte auch rückwirkend nachweisen, dass der Service nicht stattgefunden hatte – bei einem ein Jahr alten Fahrzeug im Wert von 80 Millionen HUF war dies ein entscheidender Beweis für die Durchsetzung der Garantie und den Schadenersatzanspruch.

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